Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung können Sie festlegen, ob und wie Sie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchten. Die Patientenverfügung richtet sich überwiegend an Ärzte und medizinisches Personal. Vor Erstellen einer Patientenverfügung empfiehlt es sich, über Ihre ethischen Werte nachzudenken und dann festzulegen, was Sie geregelt wissen möchten. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, mit Ihrem Hausarzt über Ihre Patientenverfügung zu sprechen und, wenn es möglich ist, sich dieses Gespräch in der Patientenverfügung bestätigen zu lassen.

Wünschen Sie einen Behandlungsabbruch bei Hilflosigkeit und in einem Zustand, der unumkehrbar zum Tode führen wird? Oder möchten Sie verhindern, dass Ihnen eine Magensonde gelegt wird? Sollen alle technischen medizinischen Möglichkeiten eventuell ausgeschöpft werden? Die Patientenverfügung muss schriftlich festgelegt werden und Datum und Ort enthalten. Sie sollte in regelmäßigen Abständen bestätigt werden.

Wichtig!

Festlegungen in einer Patientenverfügung bedeuten, dass man selbst die Verantwortung für die Folgen übernimmt, wenn ein Arzt Ihren Verfügungen entspricht.

Wenn Sie Festlegungen für oder gegen Behandlungen treffen wollen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie durch einen Behandlungsverzicht möglicherweise auf ein Weiterleben verzichten. Andererseits ist zu bedenken, dass für eine Chance, weiterleben zu können, möglicherweise Abhängigkeit und Fremdbestimmungen in Kauf genommen werden müssen.

Wenn Sie sich für eine Patientenverfügung entscheiden, sollten Sie festlegen, wer bevollmächtigt werden soll, Ihre Interessen wahrzunehmen. Haben Sie keine Vorsorge getroffen, ist möglicherweise Ihr Betreuer/Ihr Bevollmächtigter verpflichtet, Ihrem Willen Geltung zu verschaffen.